Grundlagen der Gestalttherapie: Erkenntnistheorie. Oder: Was machen wir mit Erkenntnissen in der Psychotherapie?

Kursinhalte
Die philosophische Erkenntnistheorie beschäftigt sich damit, was es bedeutet, eine Erkenntnis zu erlangen. Sie fragt nach den Kriterien von Erkenntnis, nach den Möglichkeiten aber auch Limitierungen und Grenzen von Erkenntnis. Auch die Frage nach der Wahrheit gehört zumindest teilweise in den Kontext der Erkenntnistheorie.
In der Psychotherapie spielen erkenntnistheoretische Fragestellungen insofern eine Rolle, als sie in existentiellen Fragen, die von KlientInnen immer wieder vorgebracht werden, relevant sind: Wer bin ich wirklich? Was will ich in meinem Leben? Was ist mein wahres Ich? Wie soll ich mich in dieser oder jener Situation verhalten? Solche und ähnlich Fragen fragen auch nach der Möglichkeit der Erkenntnis von Antworten.
Außerdem stellt sich für PsychotherapeutInnen immer auch die Frage nach dem eigenen Handeln: Wie agiere ich richtig? Welche Methodik sollte ich einsetzen? Wie gehe ich mit Glaubenssätzen und Überzeugungen meiner KlientInnen um? Auch dieses Fragen, in denen es nicht zuletzt um das Selbstverständnis als PsychotherapeutIn geht, tangieren grundlegende erkenntnistheoretische Prinzipien.
Dieser Abendworkshop richtet sich also an alle, die tiefer in die Theorie der Gestalttherapie einsteigen und damit ihr eigenes Selbstverständnis als GestalttherapeutInnen schärfen wollen; auch für Personen, die andere Formen der Psychotherapie praktizieren, kann er hilfreich sein. Dadurch, dass der Workshop aber auch unabhängig vom speziellen Kontext von Gestalttherapie und Psychotherapie eine Einführung in die Erkenntnistheorie bietet, kann er zur besseren Orientierung in der jeweiligen Lebenswelt beitragen.
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